Pryma-donna: Sonus Faber steigt ins Kopfhörergeschäft ein

familyshotDer in Italien ansässige Traditionsbetrieb springt auf den Zug des mobilen HiFis auf und stellt seinen ersten kompakten Kopfhörer vor. Dieser hört auf den Namen Pryma und soll Kunden mit einem hohen Designanspruch ebenso zufriedenstellen, wie die Lautsprechermodelle der Firma.

 

Ein neuer kleiner Lichtblick am HiFi-Himmel tut sich auf. Mit der Vorstellung des Sonus Faber Pryma steigt neben Denon, NAD, Focal und KEF ein weiterer Hersteller von klassischen Hifi-Komponenten und Lautsprechern in den mittlerweile hart umkämpften Kopfhörermarkt ein. Das Besondere daran: Sonus Faber will seinem Ruf ein weiteres Mal gerecht werden, dass gutes Design nicht unbedingt mit Klangeinbusen einhergehen muss. Da das Unternehmen vor allem für edle Materialienwahl beim Lautsprecherbau bekannt ist, kann man durchaus ein anständig designtes Produkt erwarten.

Der Kopfhörer besteht, wie für Sonus Faber-Produkte üblich zu großen Teilen aus Leder. Sowohl Kopfband als auch Ohrpolster sind mit dem edlen Material überzogen. Eine Eigenart des schicken portablen Over-Ears sind die austauschbaren Kopfbänder. Die eigentlichen Kopfhörer kommen in fünf Verschiedenen varianten, welche man aber nachträglich mit fünf verschiedenen Kopfbandfarben individualisieren kann. Somit lassen sich bei jedem Farbmodell fünf verschiedene Farbkombinationen zusammenstellen, passend zur jeweiligen Kleidung. Besitzt man alle 5 Farbmodelle sind theoretisch bis zu 25 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten gegeben. Das Tauschen der Kopfbänder erfolgt mittels einem einfachen Verdrehen des Metallverschlusses am Kopfhörer selbst.

 Pryma Shell  Pryma white
Kopfhörermuschel mit Befestigungsmechanismus (links) Farbvariante weiß/hellbraun (rechts)

Die Kopfhörermuschel des Sonus Faber Pryma besteht aus einem Aluminiumrahmen, der zusätzlich noch eine fettabsorbierende Beschichtung besitzt, welche Fingerabdrücken am Hochglanzdeckel vorbeugen soll. Der Kopfhörer bietet zudem noch ein abnehmbares Kopfhörerkabel. Dies kann zum Beispiel im Falle eines Kabelbruchs sehr hilfreich sein um einfach ein anderes Kabel zu verwenden. Dank eines beidseitigen Monoklinkensteckers dürfte ein solches auch im einschlägigen Fachhandel leicht aufzutreiben sein. Allerdings ist der Griff zum 1.33 Meter langen Originalkabel ratsam, da dieses laut Sonus Faber aus 99.99% sauerstofffreiem Kupfer besteht und dadurch Verzerrungen minimieren soll.

Nicht nur das geschlossene und stylische Design lässt eine Entwicklung speziell für den mobilen Bereich vermuten. Auch die technischen Daten sprechen für eine für Mobilplayer geeignete Empfindlichkeit. Mit nur 32 Ω kann der Kopf19hörer auch am Smartphone mit einer hohen Lautstärke betrieben werden. Ein Schalldruckpegel von 118dB bei 1KHz und 1mW bestärkt den Kopfhörer noch in seinem Portabilitätsanspruch. Die dynamischen Treiber messen für einen mobilen Kopfhörer ungewöhnlich große 40mm. Befeuert werden diese mit einer großen Schwingspule aus hochreinem Kupfer, was der Musik mehr Kontrolle und Stabilität verleiht. Mit 355 Gramm ist der Pryma nicht der leichteste mobile Kopfhörer, gemessen an der Individualisierbarkeit und der edlen Materialienwahl ist dies aber mehr als akzeptabel.

In den USA bereits im Oktober letzten Jahres vorgestellt, ist der Sonus Faber Pryma mittlerweile auch in Deutschland und in Österreich ab einem Preis von 499€ im Fachhandel erhältlich.

Bildmaterial © Sonus Faber Spa, ein Untenhemen der McIntosh Group Inc.

Website:  http://www.pryma.com/

Vertrieb:

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